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Kühlflüssigkeit/Kühlmittel
Nachdem das Thema Kühlmittelkreislauf schon ausgiebig erörtert wurde, werde ich hier noch auf die Kühlflüssigkeit bzw. das Kühlmittel eingehen um das Thema komplett zu machen. Da sich dieses Thema, anders als der Kühlkreislauf, nicht auf ein bestimmtes Modell bezieht, steht der Beitrag auch im allgemeinen Bereich.
Allgemein wird, wenn die Kühlflüssigkeit im Kühlmittelkreislaufs des Auto´s gemeint ist, zwar von Kühlwasser gesprochen, aber es ist doch einiges mehr als "nur" Wasser. Neben dem Frostschutz übernimmt der Zusatz mittlerweile mehr Funktionen als nur ein reiner Frostschutz. Die Aufgaben des Kühlmittelzusatzes nun einmal im Einzelnen:
- Siedepunkterhöhung
Der Siedepunkt der Kühlflüssigkeit wird erhöht, damit diese auch bei warmen Motor nicht anfängt zu kochen
- Frostschutz
Auch weiterhin wird vom Kühlmittel die Aufgabe des Frostschutzes übernommen. Da Wasser die in dem Fall unangenehme Eigenschaft hat beim Gefrieren an Volumen zuzunehmen, wäre das mit enormen Schäden am Kühlmittelkreislauf bzw. am Motor insgesammt verbunden. Somit muss Gewährleistet sein, das auch bei tiefsten Temperaturen im Winter die Kühlflüssigkeit nicht friert.
- Korrosionsschutz
Moderne Kühlmittel sind auch ein effektiver Korrosionsschutz für den Kühlkreislauf und alle mit dem Wasserkreislauf verbundenen Teile. Speziell bei den modernen Grauguss und Aluminiumteilen reagiert das Kühlmittel mit der Metalloberfläche und bildet eine Schutzschicht die Korrosion vermeidet.
- Kavitationsschutz
Reines Wasser neigt bei hoher Temperatur dazu Lufblasen zu bilden (Kavitation). Diese sind natürlich im Kühlkreislauf eines Kraftfahrzeugs unerwünscht.
Was muß bei Kühlflüssigkeit beachtet werden?
- Den richtigen Kühlerschutz verwenden!
Falsches Kühlmittel im Kühlkreislauf, oder gar eine Mischung unterschiedlichster Mittel, kann Kühler, Wasserpumpe, Motorblock/Zylinderkopf oder Schläuche und Dichtungen gravierend schädigen. Daher ist es wichtig das vom KFZ-Hersteller vorgeschriebenen Kühlmittel zu verwenden. Man unterscheidet zwei Hauptarten von Kühlmitteln. Silikathaltige und silikatfreie Mittel.
- Das richtige Mischungsverhältnis
Für eine optimale Funktion des Kühlmittelkreislaufes ist auch das richtige Mischungsverhältnis entscheident. Mindestens 33% des Kühlwassers sollten aus Kühlflüssigkeit bestehen um einen ausreichenden Frost- und Korrosionsschutz zu gewährleisten. Aber Vorsicht! "Viel hilft viel" ist auch hier der falsche Ansatz, den bei mehr als 55% Kühlflüssigkeit nimmt die Wärmeaufnahmefähigkeit des Kühlwasseres rapide ab und eine ausreichende Kühlleistung kann nicht mehr gewährleistet werden. Überhitzung droht!
Was gibt es noch zu beachten?
Die Reaktionsfähigkeit mit metallischen Oberflächen nimmt mit der Zeit ab. Sind umfangreiche Instandsetzung- oder Wartungsarbeiten am Motor oder dem Kühlmittelkreislauf (Austausch des Zylinderkopfes, des Thermostates, Kühler, Wasserpumpe o.ä.) von nöten, so sollte eine Teil der Kühlflüssigkeit komplett ersetzt werden, damit sich auch an den neuen Teilen die angesprochene Schutzschicht gegen Korrosion bilden kann.
Kühlerschutzmittel/Kühlmittel ist Sondermüll und gehört nicht in den Hausmüll oder ins Abwasser! Dies sollte auf jedenfall ebenfalls beachtet werden.
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